Informationsleitfaden

ACCOYA ®

Wissenswertes von A wie Acetylierung bis Z wie Zuschnitt:
01 Eigenschaften von Accoya® Holz
Accoya® Holz stellt eine bedeutende Entwicklung in der Holztechnologie dar, durch die eine dauerhafte Versorgung mit langlebigem, maßhaltigem und zuverlässigem Holz möglich geworden ist. Die Leistungsdaten von Accoya® Holz wurden durch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen ermittelt und wiederholt in der Praxis bestätigt. Die Eigenschaften von Accoya® Holz übertreffen selbst jene der besten Hölzer der Welt, dabei stammt es aus nachhaltiger Waldwirtschaft und wird ohne die Beimengung von Toxinen bearbeitet.
Hervorragende Festigkeit

Hervorragende Festigkeit

  • Haltbarkeit: 50 Jahre ohne Erdkontakt, 25 Jahre bei Kontakt mit Erde bzw. Süßwasser
  • Dauerhaftigkeit der Klasse 1, das ist noch besser als Teakholz
  • praktisch fäulnisbeständig
Maßhaltigkeit

Maßhaltigkeit

  • Quellen und Schwinden um mindestens 75 % reduziert
  • Türen und Fenster lassen sich so zu jeder Jahreszeit mühelos öffnen
  • geringe Wartungskosten
Widerstandsfähig gegen Insektenbefall

Widerstandsfähig gegen Insektenbefall

  • für viele Insekten, einschließlich Termiten, ungenießbar
  • extrem widerstandsfähig
Aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Aus nachhaltiger Forstwirtschaft

  • auch Hölzer mit FSc-, PEFc- und anderen regionalen Zertifizierungen erhältlich
  • natürlich nachwachsend
Gleichmäßige Qualität

Gleichmäßige Qualität

  • konstante, kontrollierte Verarbeitungsqualität von der oberfläche bis zum Kern
  • kein Bedarf an chemischen Konservierungsstoffen beim Schneiden oder Hobeln
Dauerhafte Festigkeit und Härte

Dauerhafte Festigkeit und Härte

  • durch die Bearbeitung wird die Festigkeit des Holzes nicht beeinträchtigt
  • die Härte wird durch die Bearbeitung sogar erhöht
  • durch die in Relation zum Gewicht hohe Festigkeit eignet sich ACCOYA® Holz besonders für anspruchsvolle Anwendungen
Ideal für spätere Beschichtung

Ideal für spätere Beschichtung

  • dank der verbesserten Stabilität halten Beschichtungen oft drei- oder viermal so lange 
  • einfacher zu beschichten, weniger Vorbehandlung und Schleifen nötig
Erstklassige Bearbeitbarkeit

Erstklassige Bearbeitbarkeit

  • einfach zu verarbeiten
  • keine Spezialwerkzeuge erforderlich
UV - beständig

UV - beständig

  • herausragende Widerstandsfähigkeit der UV-Strahlung bei transluzenter Beschichtung
  • das Holz behält länger sein natürliches Aussehen
  • die Lebensdauer von Holz und Beschichtung erhöht sich
Natürliche Isolierung

Natürliche Isolierung

  • stark verbesserte Wärmedämmung im Vergleich zu herkömmlichen Hölzern
  • ideal für Einsatzbereiche, in denen Energie gespart werden muss
Natürlich schönes Holz

Natürlich schönes Holz

  • die natürliche Schönheit des Holzes bleibt durch die Verarbeitung erhalten
  • für eine natürlich-schöne Ausstrahlung und Atmosphäre

Ungiftig und recycelbar

Ungiftig und recycelbar

  • schützt die Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen herkömmlicher Bearbeitungsmethoden
  • sichere und umweltftreundliche Wiederverwendung und -verwertung
Zusammenfassung technischer Daten
In dieser Tabelle finden Sie die Durchschnittswerte zu den Eigenschaften von Accoya® Holz. Diese wurden anhand von Daten aus offiziellen Testberichten zusammengestellt, die Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt werden.
Erscheinungsbild
Accoya® ist als gehobeltes Schnittholz in verschiedenen Größen und Güteklassen erhältlich. Bei größeren Liefermengen können auch keilgezinkte Brettschichtholzbalken produziert werden.
Acetylierung und Dauerhaftigkeit
Bei Accoya® Holz findet die Modifizierung über den gesamten Querschnitt statt, nicht nur an der Oberfläche des Materials. Die Qualität der Modifizierung jeder produzierten Charge wird durch eine Reihe hoch entwickelter und bewährter Tests überprüft, die in den Laboratorien von Accsys Technologies durchgeführt werden. Auf diese Weise wird in Übereinstimmung mit den festgelegten Standards die gleichbleibende Qualität und Leistungsfähigkeit des Werkstoffs sichergestellt. Accoya® Holz entspricht immer der Dauerhaftigkeitsklasse 1 für die Gebrauchsklassen 1 – 4 gemäß DIN EN 350-1 und DIN EN 335-1. Accoya® Holz ist salzresistent und kann in unmittelbarer nähe von Salzwasser verwendet werden (z. B. auf Stegen). Es wird jedoch davon abgeraten, Accoya® Holz ständigem Kontakt mit Salz- oder Brackwasser auszusetzen (also z. B. für Pfähle zu verwenden), da durch das Acetylierungsverfahren kein Schutz vor Bohrwürmern und anderen Meeresorganismen gewährleistet wird. Accoya® wurde in verschiedenen Tests unter unterschiedlichen geografischen Bedingungen eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Insektenarten bescheinigt. In Abschnitt 10 finden Sie nähere Informationen zu den verfügbaren Testergebnissen.
Bezeichnung
Wert
Dauerhaftigkeitsklasse
1
Dichte
510 kg/m3
Ausgleichsfeuchte
3 - 5 %
(bei 65 % rel Luftfeuchtigkeit, 20 °C)
Quellung (darrtrocken – feucht)
radial 0,7 %
Tangential 1.5 %
Biegefestigkeit
39 n/mm2
Biegefestigkeit
8790 n/mm2
Härte (Janka)
Seite 4100 n
Ende 6600 n
Wärmeleitfähigkeit
λ= 0.13 Wm-1K-1
gemäß DIn En 12667
Feuerfestigkeit
Klasse c gemäß
ASTM E-84*
* Durch Beschichtungen und feuerhemmende Bearbeitung können höhere Werte erzielt werden
Dauerhaftigkeitsklasse
Beschreibung
Druchschnittliche Lebensdauer
1
Sehr dauerhaft
mind. 25 Jahre
2
Dauerhaft
15 – 25 Jahre
3
Mäßig dauerhaft
10 – 15 Jahre
4
Wenig dauerhaft
5 – 10 Jahre
5
nicht dauerhaft
Weniger als 5 Jahre
Gebrauchsklasse
Einsatzbedingungen
Durchnässung
Holzfeuchte
*Kurzfristig: ein paar Tage bis 1 Woche
1
Kein Erdkontakt, überdacht und trocken
Dauerhaft trocken
Dauerhaft trocken < 20 %
2
Kein Erdkontakt, überdacht, Durchnässung unwahrscheinlich
Gelegentlich Feuchtigkeit ausgesetzt
Gelegentliches, kurzes 
Ausgesetztsein* > 20 %
3
Kein Erdkontakt, nicht bei jedem Wetter überdacht
regelmäßig Feuchtigkeit ausgesetzt
regelmäßiges, kurzes
Ausgesetztsein * > 20 %
4
Erdkontakt oder Kontakt mit Süßwasser
Dauerhaft Wasser ausgesetzt
Dauerhaftes
Ausgesetztsein > 20 %
5
Kontakt mit Salz- oder Brackwasser
Dauerhaft Salzwasser ausgesetzt
Dauerhaftes
Ausgesetztsein > 20 %
Zeitlose Schönheit in repräsentativer Gepflegtheit:
ACCOYA® ist die beste Visitenkarte.
02 Transport und Lagerung
In vielen Regionen wurden Tests zu Sicherheit und Gesundheit gemäß den jeweils geltenden Normen durchgeführt - mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen. Genauere Informationen zu den durchgeführten Tests sind in Abschnitt 10 zu finden. Ein Sicherheitsdatenblatt steht auf Anfrage zur Verfügung.
ACCOYA® Holzpakete
Jedes Stück Accoya® Holz wird vor dem Verlassen des Werks sichtgeprüft. Accoya® Holz wird automatisch mit Band umwickelt, so dass standardmäßig etikettierte Pakete entstehen, von denen jedes mit einer eindeutigen Nummer versehen ist. Accsys Technologies liefert Accoya® Holz in Schnittholzmaßen in trockenem Zustand (Holzfeuchte < 8 %).
Versand und Lieferung
Accsys Technologies verschickt ab Werk gemäß Incoterms 2000 oder anderweitig vereinbarten Abwicklungsbedingungen für die Lieferung in Übereinstimmung mit angenommenen Aufträgen. Der Abnehmer an der Lieferadresse muss sicherstellen, dass die Accoya® Holzpakete vorsichtig entladen werden. Vorzugsweise ist dazu ein Gabelstapler oder ein anderes Gerät mit Palettenhubvorrichtung zu verwenden.
Lagerung
Accoya® Holz, das weiter verarbeitet, geleimt oder beschichtet werden soll, sollte sorgfältig gelagert werden, vorzugsweise in geschlossenen und gut durchlüfteten Schuppen, damit weder Wasser noch Feuchtigkeit eindringen kann. Unter Abschnitt 3 finden Sie nähere Informationen dazu, wie Sie ermitteln können, ob Accoya® zu viel Wasser absorbiert hat und getrocknet werden sollte.
Informationstransfer
Es ist ratsam, die Hauptverantwortlichen für den Aufbau sowie beteiligte Dritte zu informieren, dass bei der Herstellung Ihres Produkts Accoya® Holz verwendet wurde. Wichtige Informationen wie etwa die Anweisungen zur richtigen Lagerung am Bauplatz, den beim endgültigen Aufbau zu verwendenden Befestigungs- und Spannelementen und ähnlichen Themen sollten dementsprechend weitergeleitet werden.
Transport und Bereitstellung
Zur Vermeidung von Beschädigungen, insbesondere, wenn die Beschichtung erst vor Ort durchgeführt wird, sollten aus Accoya® hergestellte Produkte sorgfältig transportiert werden. Besonders der Schutz der Fügeteile ist wichtig. Damit beim Transport, bei der Lagerung oder auf dem Bauplatz kein Wasser eindringt, wird nachdrücklich empfohlen, das Accoya® Holz mit einer atmungsaktiven Schutzhülle abzudecken.

Wie auch bei anderen Holzarten sollte die Lagerung am Bauplatz mindestens 10 cm über einem Betonboden und mindestens 30 cm über der Erde erfolgen. Es wird nachdrücklich empfohlen, das Holz mit Plastikplanen vor Regen zu schützen. Jedoch ist unter der Plane auf ausreichende Lüftung zu achten, um eine Schimmelbildung zu verhindern.
Rückverfolgbarkeit
Accoya® Holz wird in erster Linie durch die Verpackungsetiketten identifiziert, die die Logos von Accoya und Accsys Technologies tragen. Im Zweifelsfall überprüfen wir die Echtheit des Produktes. Außerdem kann Accoya® im allgemeinen stets über seine Verpackungsnummer rückverfolgt werden. Daher ist es zwingend erforderlich, alle relevanten Dokumente aufzubewahren und die Umlagerung jedes einzelnen Pakets während des gesamten Fertigungsprozesses genau zu protokollieren. Diese Nachverfolgung ist auch dann erforderlich, wenn Sie beabsichtigen, Produkte aus zertifiziert nachhaltigem Holz anzubieten. Auch bei Fragen, Reklamationen und Gewährleistungsansprüche muss stets die Verpackungsnummer angegeben werden. Accoya® Holz kann als zertifiziert nachhaltiges Holz, z.B mit FSC- oder PEFC- Zertifizierung, ausgeliefert werden.
Selbst bei brütender Hitze und direkter Sonneneinstrahlung bleiben ACCOYA® Oberflächen immer angenehm cool.
03 Holzfeuchte
Holz gibt in trockener Umgebung Feuchtigkeit ab und nimmt bei feuchten Klima Feuchtigkeit auf. Feuchtigkeit im Inneren von Holz tritt in zwei Formen auf: als „freies Wasser“, das sich in den Zellhohlräumen (oder Lumina) befindet, und als „gebundenes Wasser“, das sich in der Zellwandmatrix befindet. Zwar enthält Accoya® ungeachtet der Bedingungen kaum gebundenes Wasser, was auch zu einem guten Teil für seine hohe Qualität verantwortlich ist, doch es enthält unter Umständen freies Wasser. Die Qualität des Endprodukts kann durch einen Überschuss an freiem Wasser beeinträchtigt werden. Daher ist es von wesentlicher Bedeutung, dass vor der Verarbeitung, Verleimung und Beschichtung die Holzfeuchte ermittelt wird.
Definition
Der Begriff "Holzfeuchte" steht hier für die im Holz enthaltene Wassermenge, die als Prozentsatz der Masse des vollkommen trockenen Holzes angegeben wird.
Holzfeuchte
Accoya® Holz wird in trockenem Zustand geliefert (Holzfeuchte: < 8 %). Somit kann Accoya® Holz direkt nach der Lieferung in Produkten für Innen- und Außenanwendungen verarbeitet werden.
Wasserabsorptionseigenschaften
Accoya® Holz absorbiert Feuchtigkeit normalerweise langsamer als andere Holzarten, außer durch das Hirnholz. Flüssiges Wasser hingegen kann sehr tief eindringen, und das Holz braucht dann länger zum Trocknen als die meisten anderen Holzarten. Unter anderem aus diesem Grund ist bei der Lagerung besondere Sorgfalt geboten, und die Ermittlung möglichen überschüssigen Wassers sollte am Kern des Brettes erfolgen.
Ermittlung von überschüssigem Wasser

Die normale Holzfeuchte von Accoya® Holz kann vor der Verarbeitung nicht mit handelsüblichen Feuchtemessgeräten gemessen werden, da der Feuchtegehalt unterhalb des Messbereichs liegt. Mit handelsüblichen Feuchtemessgeräten kann jedoch überprüft werden, ob im Accoya® Holz eine übermäßige Menge von „freiem Wasser“ vorhanden ist. Für (elektrische) Feuchtemessgeräte mit Messspitzen stehen keine Accoya-Einstellungen zur Verfügung. Für eine indikative Messung kann entweder "radiate-Kiefer" oder eine andere Einstellung für Kiefernholz verwendet werden. Bei kapazitiven Feuchtemessgeräten sollte eine Dichteeinstellung von 510 kg/m³ verwendet werden. Wird bei der Messung eine Holzfeuchte von 8 % oder mehr ermittelt, deutet dies unter Umständen auf „freies Wasser“ hin. In diesem Fall sollte man das Holz vor der Verarbeitung, Verleimung oder Beschichtung trocknen lassen.

Ob geölte Oberflächen oder deckende Farbschichten:
ACCOYA® garantiert langanhaltende Farbstabilität.
04 Verarbeitung
Die einzigartigen Eigenschaften von Accoya® Holz wie etwa seine Dauerhaftigkeit und Maßhaltigkeit werden durch die Verarbeitung nicht beeinträchtigt, da das Holz über den gesamten Querschnitt modifiziert ist und nicht ausgelaugt werden kann. Accoya® ist einfach zu verarbeiten und lässt sich im Allgemeinen mit härteren Weichholzarten vergleichen. Abweichungen sind unten angeführt. Spezialwerkzeuge, z. B. zum Querschneiden, Längsschneiden, Hobeln, Fräsen und Bohren, sind nicht erforderlich. Das Schleifen vor der Oberflächenbehandlung ist in der Regel nicht nötig, da Accoya® Holz so gut zugeschnitten ist. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verarbeitung von Accoya® Holz ein leichter Essiggeruch auftreten kann. Bei sachgemäßer Entlüftung kann dieser aber auf ein Minimum reduziert werden. Bei Tests zu Sicherheit und Gesundheit in vielen Regionen wurden keine Probleme festgestellt. Wie auch bei anderen stark säurehaltigen Holzarten sollte zur Vorbeugung gegen Rost darauf geachtet werden, Holzbearbeitungsgeräte und Abluftanlagen nicht dauerhaft Staub und Spänen auszusetzen.
Optische Qualität

Accoya® Holz ist ein vollkommen natürliches Vollholz für höchste Beanspruchungen, das die Vielseitigkeit und den Charme der ursprünglichen Holzart bietet. Accoya® ist in verschiedenen Qualitäten erhältlich. Je nach Güteklasse kann das Nutzholz nach der Verarbeitung optische Defekte wie Krümmung, innere Risse, eingewachsene Rinde und Harzkanäle aufweisen. Aufgrund des Herstellungs- und Brennverfahrens kann frisches Accoya® Holz einige Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche aufweisen, wie z. B. braune Verfärbungen und Flecken von Aufklebern. Um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erreichen, kann es je nach gewünschtem Ergebnis notwendig sein, einige Millimeter abzuhobeln bzw. abzusägen.

Abscheidungsanlagen
Da Accoya® Holzspäne häufig feiner als die anderer Holzarten sind, sollte die Staubabscheidungsanlage über so viel Leistung verfügen, dass die Späne von den Messern nicht auf das Material geworfen werden können. Wenn dies passiert, ist unter Umständen auf dem Endprodukt ein Abdruck des Spans zu sehen. Dies liegt daran, dass aufgrund der geringeren Dichte und Flexibilität der Fasern im Accoya® Holz Abdrücke unter Umständen selbst durch Dämpfen nicht zu entfernen sind.
Sägen
Accoya® Holz lässt sich in jeder Richtung leicht schneiden. Fachgerechtes Sägen ergibt eine sehr glatte Oberfläche mit wenigen Fehlern. Wenn sehr feine Ergebnisse erwünscht sind, können die üblichen Techniken verwendet werden, z. B. der Einsatz von Lehnbrettern. Ähnlich wie bei anderen Holzarten kann das Spaltsägen von Accoya® Brettern während des Darrens und der Verarbeitung entstandene Spannungen freilegen. Verzerrungen (Krümmungen) und Oberflächendefektgrenzen von Brettern beziehen sich nur auf den angelieferten Zustand.
Hobeln und Profilierung
Accoya® Holz lässt sich sehr einfach hobeln und weist dann eine extrem glatte Oberfläche auf. Es sind keine Spezialwerkzeuge nötig. Trotzdem müssen auf jeden Fall Bearbeitungsspuren durch Hobelschläge sowie der Kontakt zu färbenden Produkten wie Rost oder Öl vermieden werden, insbesondere dann, wenn das Holz im Anschluss transluzent beschichtet werden soll. Aufgrund der geringen Holzfeuchte von Accoya® sind die Späne feiner und können durch die Reibung mit den Fräsklingen elektrostatisch geladen sein. Dies kann zu Spanabdrücken führen, wenn das Abluftsystem zu schwach ist und eine größere Oberfläche in einem Durchgang profiliert wird. Abhilfe kann die Erhöhung der Blattdrehzahl (U/min) oder die Verwendung von Schmiermitteln zur Verringerung der statischen Energie schaffen.
Veränderte Eigenschaften
Durch das Acetylierungsverfahren werden einige Holzeigenschaften verändert, die für das sachgemäße Zuschneiden von Accoya® von Bedeutung sind:
1. Im Vergleich zum ursprünglichen Holz, aus dem das Accoya® Holz hergestellt wird, wird die Janka-Härte gesteigert. Genaue Werte entnehmen Sie bitte den detaillierten Angaben in Abschnitt 01. Als Faustregel ist davon auszugehen, dass sich Accoya® Holz beim Zuschneiden eher so verhält wie Zuckerahorn, amerikanische Kirsche oder amerikanische Walnuss.
2. Die Dichte erhöht sich (durchschnittlich 510 kg/m3). Die Verarbeitungseigenschaften entsprechen denen dichterer Weichhölzer (wie etwa Gelbkiefer).
3. Da die normale Holzfeuchte von Accoya® weniger als 8 % beträgt, kann das Material dadurch etwas spröder werden.
Allgemeine Hinweise zur Verarbeitung
So erzielen Sie die besten Ergebnisse:
1. Stellen Sie sicher, dass die Messer ausgerichtet und scharf sind, denn bei korrektem Hobeln ist Accoya® Holz nach der Bearbeitung sehr glatt. 
2. Jeder Fehler und jede Delle an den Messern hinterlässt auf dem Holz eine bleibende Einkerbung. Es wird daher empfohlen, bei der Arbeit mit unterschiedlichen Holzarten und mit Messern, die schnell abstumpfen, das Accoya® Holz vor den anderen Arten zuzuschneiden, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
3. Aufgrund der glatten Oberfläche sind im beschichteten Produkt alle Einkerbungen sichtbar. Es ist mit besonderer Sorgfalt vorzugehen.
4. Beim Profilhobeln sollte das Zuführen von Accoya® Schnittholz durch die Maschinen so erfolgen, als ob Sie Hartholz statt Weichholz verarbeiten. Was die Qualität angeht, so ergeben eine Zuführgeschwindigkeit von 500 linearen Metern pro Stunde und eine Spindeldrehzahl von 12.000 U/min normalerweise ein sehr glattes Ergebnis.
5. In einer typischen Produktionsumgebung können eine Zuführgeschwindigkeit von 1.000 linearen Metern/Stunde und Spindeldrehzahlen von 6.000 Umin verwendet werden.
6. Beim erstmaligen Zuschneiden von Accoya® Holz ist es ratsam, mit ein paar Probedurchläufen die optimalen Einstellungen zu ermitteln. Die Einzugswalzen können aus Aluminium sein, aber die Auszugswalzen sollten vorzugsweise aus Gummi bestehen, damit die oberfläche nicht beschädigt wird. Der gesamte Arbeitstisch muss sauber und richtig ausgerichtet sein, und die Tische dürfen keinerlei Stahlverschleißerscheinungen aufweisen, um die präzise Verarbeitung des Accoya® Holzes zu gewährleisten.
Biegen
Der Herstellungsprozess von Accoya® Holz schwächt die ursprüngliche Holzart nicht und hat auch keine negativen Auswirkungen auf die Biegeeigenschaften. Accoya® Holz lässt sich unter Verwendung der meisten herkömmlichen Verfahren einschließlich Dampfbiegen verformen. In diesem Fall verfügt Accoya® über vergleichbare Biegeeigenschaften wie Weichholz, so dass das Biegen auf ähnliche Weise durchgeführt werden sollte. Eine Imprägnierung mit Ammoniak zur Erleichterung des Biegens sollte nicht erfolgen.
Maßhaltigkeit im Vergleich
Art
Durchschn. radial
Durchschn. tangential
Garantierter Höchstwert³
Douglasie¹
4,8%
7,6%
-
Teak¹
2,5%
5,8 %
-
Meranti¹
3,0%
6,6%
-
Merbau¹
2,7%
4,6%
-
Sapeli¹
4,6%
7,4%
-
Radiatakiefer²
3,4%
7,9%
-
Accoya® Radiatakiefer²
0,7%
1,5%
2,5%
¹ „Wood Handbook“, Laboratorium für Forstprodukte des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums. (Abmessungen von grün bis darrtrocken)
² „Dimensional stability of Accoya® wood under different moisture conditions“, SHR-Bericht 6.322
Volumenvergrößerung und -verkleinerung bei normalen Terrassen und Paneelen
(130 mm oder 5 1/8” tatsächliche Breite) (Zoll/mm)
Art
Durchschn. radial
Durchschn. tangential
Höchstwert laut Gewährl.
Douglasie¹
0.26 / 6,7
0.42 / 10,6
-
Teak
0.14 / 3,5
5,8 %
-
Meranti¹
3,0%
6,6%
-
Merbau¹
2,7%
4,6%t
-
Sapeli¹
4,6%
7,4%
-
Radiatakiefer²
3,4%
7,9%
-
Accoya® Radiatakiefer²
0,7%
1,5%
2,5%
Obwohl die verbesserte Maßhaltigkeit von Accoya® Holz oft größere Abmessungen zulässt als zuvor möglich, zulässt (z. B. größere Breiten bei Paneelen ohne übermäßige Querkrümmung), sollte die Toleranz proportional zur Größe angepasst werden.
Überlegungen zu Abfall- und Altholz
Da Accoya® Holz vollkommen ungiftig ist, müssen Accoya® Holzabfälle nicht wie Sondermüll behandelt, sondern können wie unbehandeltes Holz entsorgt werden. Was aufgrund der langen Lebensdauer und der hohen Wiederverwertbarkeit allerdings erst sehr viel später erfolgt als bei natürlichen Hölzern. Zur Entsorgung von ACCOYA® Holz oder -resten
empfehlen wir die „Abfallentsorgung in bevorzugter Reihenfolge“. Dieses Modell folgt in weiten Teilen den Richtlinien der bekannten Cradle to Cradle (C2C)-Philosophie konsequenter Kreislaufwirtschaft, die von William McDonough und Michael Braungart entwickelt wurde, um die biologischen und technologischen Kreisläufe weitestgehend zu schließen und Materialien wiederzuverwenden. Das Modell besteht aus den folgenden möglichen Abfallentsorgungsszenarien, bei denen Vorbeugung die am meisten wünschenswerte Option ist und Entsorgung die am wenigsten wünschenswerte.

Wir empfehlen, die Leistungsdaten von Accoya® Holz bei der gesamten Entwicklungsstrategie eines Produkts zu berücksichtigen und ein Wartungsintervall festzulegen, das der beabsichtigten Anwendung und den Anforderungen für Accoya® Holz entspricht. Ebenso empfehlenswert ist es, das Design so zu gestalten, dass das Produkt oder das Material wiederverwendet werden kann, da die Lebensdauer von Accoya® Holz die des Produkts durchaus übersteigen kann. Der letzte Ausweg sollte die Kompostierung sein. Accoya® Holz kann wie unbehandeltes Holz gehandhabt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Prozess aufgrund derWiderstandsfähigkeit von Accoya® Holz gegen Verrottung länger als bei unbehandeltem Holz dauern kann.

Wenn eine Wiederverwertung nicht möglich ist, empfehlen wir das Verbrennen von Accoya® Holz zur Energiegewinnung. Das renommierte deutsche Holzforschungsinstitut Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) * hat bestätigt, dass Accoya® Holz genauso wie unbehandeltes Holz verbrannt werden kann. Als letzte Lösung kommt auch die Kompostierung in Frage. Dabei kann Accoya® Holz wie unbehandeltes Holz gehandhabt werden, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Prozess aufgrund der Widerstandsfähigkeit von Accoya® Holz gegenüber Verrottung und Fäulnis länger als bei unbehandeltem Holz dauern kann. Die Verwendung von Spänen als Tierstreu wird nicht empfohlen.



  • Abfallvermeidung
  • Entwicklung von Produkten, die Abfall vermeiden und am Ende ihrer Lebensdauer wiederverwendet werden können
  • Wiederverwendung des Produkts
  • Wiederverwendung des Materials
  • Verwendung zur Energiegewinnung (Verbrennung)
  • Entsorgung durch Verbrennen
  • Entsorgung duch Kompostieren 




Ewige Schönheit: ACCOYA® – die Holzfassade mit 50 Jahren Garantie.
05 Verleimung
Wie bei allen Holzarten hängt die Wahl des richtigen Leims von der geplanten Anwendung und der dafür benötigten Stärke der Klebeverbindung ab. Accoya® Holz wurde mit verschiedenen Klebstoffen für die unterschiedlichsten Anwendungen getestet. Im Allgemeinen kann Accoya® Holz unter Zuhilfenahme der meisten gängigen Holzleimsysteme verleimt werden. Besonders gute Ergebnisse lassen sich mit Klebstoffen auf der Basis von Polyurethan (PU), Emulsion-Polymer-Isocyanat (EPI), Epoxid und Phenolharz- Formaldehyd (PrF) erzielen. Die Ergebnisse der Verleimung mit Polyvinylacetat (PVA) und Melamin-Harnstoff-Formaldehyd (MUF) können stark voneinander abweichen. Vor der Verleimung von Accoya® Holz wird dringend empfohlen, zunächst einen Test durchzuführen und bei Bedarf beim Klebstofflieferanten Informationen zum ausgewählten Klebstoff anzufordern, da dort das entsprechende Wissen hinsichtlich des Leimverfahrens und des Klebstoffs vorhanden ist.

Es kann vorkommen, dass Klebstoffe, denen Wasser als Katalysator dient, oder solche, die aus zwei oder mehr Komponenten mit unterschiedlichem Migrationsverhalten bestehen, eine geringere Haftfähigkeit aufweisen. Weitere Informationen zur Holzfeuchte von Accoya® Holz finden Sie in Abschnitt 03 zum Thema „Holzfeuchte“. Aspekte, die für das effektive Verleimen von Accoya® Holz besonders beachtet werden müssen, sind im Folgenden aufgeführt. Die Essigsäure, die in Accoya® Holz - genau wie in vielen anderen langlebigen Hölzern, in geringen Mengen enthalten ist, hat unter Umständen Einfluss auf den Klebstoff, insbesondere wenn es sich um säurekatalysierte Klebstoffe oder Klebstoffe mit einem großen Anteil an alkalischen Zusatzstoffen handelt.
Veränderte Eigenschaften
Die guten Verleimungseigenschaften von Accoya® Holz wurden in umfassenden Tests nachgewiesen. Allerdings müssen stets die modifizierten Eigenschaften des Produkts beachtet werden. Dies ist von höchster Wichtigkeit, da herkömmliche Holzkleber (PVAc, EPI, PU, PrF) entweder beim Kontakt mit Wasser aushärten oder ein Teil des im Kleber enthaltenen Wassers vom Holz aufgenommen werden muss. Das Acetylierungsverfahren verringert die Quellfähigkeit des Holzes wesentlich. Dadurch werden Eigenschaften wie die Fähigkeit von Fügeteilen zum „automatischen Verbinden“ beeinflusst. Eine weitere Auswirkung der Acetylierung besteht darin, dass die Ausgleichsfeuchte von Accoya® Holz unter den gleichen klimatischen Bedingungen wesentlich geringer ist als bei unbehandeltem Holz. Während Accoya® Holz dadurch eine besonders hohe Maßhaltigkeit erhält, kann es auch bedeuten, dass die Absorptionseigenschaften des Holzes aufgrund der wasserabweisenden Eigenschaft der Holzoberfläche in den ersten Minuten anders sind.
Fügeteile
Es wird dringend empfohlen, jegliches freiliegendes Hirnholz mit einem vom Lieferanten empfohlenen Produkt zu versiegeln. Für dauerhaft gute Ergebnisse weisen wir auf die Bedeutung korrekt ausgeführter rahmeneckverbindungen hin. Trotz der verbesserten Dauerhaftigkeit und Maßhaltigkeit von Accoya® Holz müssen rahmeneckverbindungen wasserdicht gemacht werden, um mögliche Lack- und sonstige Schäden zu vermeiden. Bei der Verwendung von Dübeln, Lamellen oder ähnlichen Teilen, die nicht aus Accoya® Holz gefertigt sind, ist zu bedenken, dass diese unter Umständen viel stärker quellen als das Accoya® Holz selbst. Um ein Splittern zu verhindern, ist es wichtig, dass der Durchmesser des Bohrers genau jenem des Dübels entspricht.
Keilverzinken
Mit EPI, PrF und MUF wurden gute Ergebnisse erzielt. Besondere Sorgfalt ist bei der Herstellung der Keilzinken erforderlich. Zur Herstellung makelloser Keilzinken müssen scharfe, fehlerfreie Messer verwendet werden. Mit stumpfen Messern kann es zu „gebrochenen“ Keilzinken kommen. Aufgrund der kurzfristigen Hydrophobizität von Accoya® Holz kann es notwendig sein, die Press- und Aushärtungsdauer zu verlängern. Als Pressdruck sollte der für Weichholz gewählt werden.
Optimierung der Haftfestigkeit
Sie sollten sich unbedingt mit Ihrem Klebstofflieferanten beraten, um beim Verleimen von Accoya® Holz beste Ergebnisse zu erzielen. Folgende Punkte müssen besonders beachtet werden:

  • Es sollte nach Möglichkeit und unter Beachtung der Anweisungen des Klebstoffproduzenten auf beiden Seiten gleich viel Klebstoff aufgetragen werden.
  • Unter Umständen empfiehlt sich eine verlängerte offene/geschlossene Zeit, damit das Accoya® Holz den Wasseranteil des Klebstoffs absorbieren kann.
  • Der während des Verleimens ausgeübte Druck muss an die Festigkeit des Accoya® Holzes angepasst sein. Dies gilt auch für die Temperatur, falls während des Verleimungsprozesses Wärme zugeführt wird. In diesem Zusammenhang sollte Accoya® als mäßig hartes Weichholz behandelt werden.
  • Wichtig sind auch die Aushärtezeit und die Umgebung für die Aushärtung.
Lamellierung
Gute Ergebnisse können mit PU (mit 1 oder 2 Komponenten) und PrF erreicht werden. Es ist wichtig, auf einer glatten Oberfläche zu arbeiten und nicht zu viel Druck auszuüben, da Accoya® Holz glatter ist und unter Umständen Klebstoffe von der Klebefläche abstößt. Bei tragenden Anwendungen sind die örtlich geltenden Vorschriften zu befolgen. Wegen der hohen Maßhaltigkeit von Accoya® Holz sind die Ausrichtung der Jahresringe und die Anzahl der Schichten von geringerer Bedeutung. So hat sich beispielsweise die vertikale Laminierung (Kantenverklebung) auf 100 × 150 mm mit zwei ungleichmäßig verteilten Lamellen (2:3-Konfiguration) als möglich erwiesen.
Weitere Informationen
Detailliertere Informationen können Sie direkt bei Ihrem Klebstofflieferanten anfordern. Bei Bedarf stellen wir Ihnen gerne entsprechende Kontaktdaten zur Verfügung.
Für Bauherren und Architekten, die hoch hinaus wollen:
ACCOYA® ist das Material der unendlichen Möglichkeiten.
06 Kontakt mit Metall
Die Metallkorrosion kann deutlich verringert werden, wenn der direkte Kontakt zwischen Metall und Accoya® Holz vermieden wird. Dies kann mit folgenden Mitteln erreicht werden:

  • Behandlung mit einem geeigneten Versiegelungsmittel
  • Anbringen einer säurebeständigen Beschichtung, eines säurebeständigen Versiegelungsmittels oder einer anderen Schutzschicht
  • physikalische Isolierung der Beschläge von direkten Kontakten – z. B. durch Verwendung von Kunststoff- oder Edelstahldistanzstücken
  • Versiegelung von Innenflächen, die Metall enthalten (z. B. an Schlossfalzen) mit Epoxid o. ä. - selbst wenn es zu keinem direkten Metallkontakt kommt. Werden diese Bereiche nicht versiegelt, kann sich dort flüchtige Essigsäure ansammeln und das Risiko einer beschleunigten kondensationsbedingten Korrosion erhöhen.

Um einen zusätzlichen vorübergehenden Schutz zu erreichen, wird empfohlen, die Beschläge vor der Montage/dem Einbau von allen Seiten mit einem wasserabweisenden Spray (z. B. PTFE- oder silikonbasiertes Spray) oder einer Rostschutzbeschichtung zu besprühen. Dies ist auch dann anzuraten, wenn beschichtete Metalle bei der Montage zerkratzt worden sind. Es ist zu beachten, dass solche Sprays die Haftung von Beschichtungen und die Wartung der Metallteile beeinflussen können. Für Schrauben und andere Befestigungselemente mit größerem Durchmesser sollten vorzugsweise Vorbohrungen vorgenommen werden. Zum Anbringen kleinerer Elemente aus Accoya® Holz wie z. B. Fenstersprossen wird die Verwendung von Klammern, z. B. 18-mm-Klammern der Qualitätsstufe A2, empfohlen, um ein Splittern zu vermeiden (nähere Informationen in Abschnitt 04 zu entnehmen).
Verhinderung von Kondensation
Um die Bildung von Kondenswasser auf Metallteilen, die in Kontakt mit Accoya® Holz kommen, und damit potenzielle Korrosionsprobleme zu vermeiden.
07 Kontakt mit anderen Produkten
Accoya® Holz wurde auf seine Kompatibilität mit einer breiten Palette an Produkten überprüft, die bei bestimmten Anwendungen an bestimmten Orten eingesetzt werden. Die Ergebnisse sind unten zusammengefasst. Einige davon beruhen auf internen Erhebungen, andere auf ausgiebigen Tests in Zusammenarbeit mit Lieferanten. Wenn Sie nähere Informationen zu diesem Thema wünschen, wenden Sie sich bitte an uns.
Versiegelungsmittel, Dichtungen und ähnliche Elemente
In seltenen Fällen wurde beobachtet, dass die in geringen Mengen in Accoya® Holz enthaltene Essigsäure die Aushärtung oder die langfristige Leistung von Versiegelungsmitteln beeinflusst. Es wird daher dringend empfohlen, dass der Lieferant des Versiegelungsmittels sein Produkt auf die Kompatibilität mit Accoya® Holz überprüft, falls ein solcher Test nicht bereits durchgeführt worden ist. Dies gilt sowohl für herkömmliche Verglasungsdichtungen (aus Silikon, Polyurethan, MS-Polymer) als auch für die Versiegelungsmittel, die bei Doppelscheiben zum Einsatz kommen (wie Polysulfid, Silikon und Polyvinylbutyral). Bei der Anwendung von Mitteln auf unbehandeltem Accoya® Holz kann die Haftung verbessert werden, indem vor dem Versiegelungsmittel ein Grundanstrich angebracht wird.
Reinigungsmittel

Reinigungsmittel zeichnen sich in Hinsicht auf die chemische Zusammensetzung und die Art der Verwendung durch eine große Bandbreite aus. Im Allgemeinen handelt es sich bei Reinigungsmitteln um relativ aggressive Chemikalien, mit denen vorsichtig umzugehen ist. Deshalb wird nachdrücklich empfohlen, das Holz nach der Reinigung mit einem Reinigungsmittel ausgiebig mit frischem Wasser zu waschen. Außerdem ist zu beachten, dass einige dieser Produkte die (langfristige) Leistungsfähigkeit und das Erscheinungsbild von Accoya® Holz beeinträchtigen können. Zudem sollte jeder Kontakt mit alkalischen Substanzen (mit einem pH-Wert von mehr als 9) muss konsequent vermieden werden. Jeder Kontakt erlischt die Gewährleistung für die Dauerhaftigkeit von Accoya®. Andere Produkte wie Chlor und Oxalsäure haben üblicherweise eine bleichende Wirkung auf das Erscheinungsbild von Accoya® Holz.

Bleichmittel
Accoya® Holz kann mit einer milden Peroxidlösung gebleicht werden. Für nähere Informationen zur Vorgehensweise wenden Sie sich bitte an uns. Da diese chemikalien unter Umständen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Accoya® Holz haben, wird dringend empfohlen, das Mittel nach der Behandlung mit viel Wasser abzuwaschen (siehe auch den Absatz „Reinigungsmittel“ in diesem Abschnitt).
Druckimprägnierte Holzprodukte
Aus herkömmlichem druckimprägniertem Bauholz, das Metallsalze wie CCA, ACQ und MCQ enthält, kann Kupfer ausgewaschen werden. In wenigen Fällen kam es dazu, dass das Kupfer aus druckimprägniertem Bauholz in das Accoya® Holz sickerte und dieses grün verfärbte. Um das Risiko zu vermeiden, dass Kupfer aus druckimprägniertem Bauholz in Accoya® Holz einsickert, empfehlen wir Isolierungstechniken wie das Anbringen von Distanzstücken aus Kunststoff oder Edelstahl, das Beschichten und/oder die Sicherstellung von Bedingungen, die ein schnelles Trocknen des druckimprägnierten Holzes bereits konstruktionsseitig ermöglichen.
Holzreparaturprodukte
Es wird empfohlen, bei Produkten aus Accoya® Holz, die einen Anstrich aus einem filmbildenden Beschichtungssystem erhalten, alle mechanischen Schäden (wie Risse und kranke Astnarben) vor der Behandlung zu beheben. So wird verhindert, dass (flüssiges) Wasser in das Holz eindringt und so die Lebensdauer des Anstrichs verkürzt. Es ist wichtig, die Anweisungen des Lieferanten zu befolgen und auch mögliche Wechselwirkungen des Reparatursystems mit anderen Komponenten in Betracht zu ziehen. Es wird nachdrücklich empfohlen, ein Reparatursystem einzusetzen, das auf die Haftung von Farben, auf Schwindung, auf Bearbeitbarkeit sowie auf Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit, UV-Strahlen und Temperaturschwankungen überprüft wurde. Zweikomponentensystemen (z. B. Epoxid oder Polyurethan) ist dabei eindeutig der Vorzug zu geben. Einkomponentensysteme, die nach dem Trocknen zum Schwinden und zur Entstehung von Kapillarlöchern führen, sind zu vermeiden.
Hirnholzversiegelungsmittel
Es wird dringend empfohlen, bei Produkten aus Accoya® Holz, die einen Anstrich aus einem filmbildenden Beschichtungssystem erhalten, jegliches freiliegendes Hirnholz des montierten Produkts zu versiegeln. Hierfür empfiehlt sich die Verwendung eines Mittels, das auf seine Fähigkeit, das Eindringen von Wasser zu verhindern, seine Haftung auf dem Holz, seine UV-Beständigkeit sowie die Haftung von Beschichtungen überprüft wurde.
Behandlung mit feuerhemmenden Mitteln
Wie auch andere Hölzer bedarf Accoya® Holz in manchen Fällen einer zusätzlichen Behandlung mit einem feuerhemmenden Mittel, um die örtlich geltenden Vorschriften zu erfüllen. Da die Struktur von Accoya® modifiziert wurde, verhält sich das feuerhemmende Mittel möglicherweise anders als bei herkömmlichen Hölzern. Es ist daher wichtig, dass die Eignung des feuerhemmenden Mittels nachgewiesen wurde, vorzugsweise durch eine unabhängige und anerkannte Prüfstelle.

Durch die feuchtigkeitsabsorbierende Wirkung der meisten feuerhemmenden Mittel wird die Festigkeit des Holzes erheblich beeinträchtigt. Mit Accoya® Holz durchgeführte Tests deuten darauf hin, dass seine Festigkeit auf diese Weise nicht beeinträchtigt wird und dass daher zur Erfüllung der Anforderungen an die Festigkeit möglicherweise auch geringere Maße ausreichend sind. Bei der Anwendung beim Bauen müssen alle entsprechenden Parameter sorgfältig geplant und überprüft werden. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an uns.
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08 Beschichtung
Accoya® Holz schneidet bei der Kompatibilität mit verschiedenen Beschichtungssystemen im Vergleich zu anderen Hölzern im Allgemeinen gut ab. Es kann mit handelsüblichen Produkten behandelt werden. Es ist zu beachten, dass sich die Zusammensetzung der Beschichtungen je nach Hersteller unterscheidet. Die genaue Vorgehensweise richtet sich daher nach den verwendeten Produkten und der Art des Endprodukts. Es sei darauf hingewiesen, dass die Zusammensetzung der Produkte einiger Hersteller von Land zu Land verschieden ist. Auch wenn Accoya® Holz erfahrungsgemäß mit den meisten Produkten kompatibel ist, empfehlen wir, mit dem Hersteller der Beschichtung Rücksprache zu halten, da dieser am besten über seine Produkte, deren Anwendung und die Leistungsfähigkeit des Endprodukts Auskunft erteilen kann.

Um potenzielle Verfärbungen zu mildern und gleichzeitig ein „natürliches“ Erscheinungsbild zu wahren, wird die Verwendung einer transluzenten (filmbildenden) Beschichtung, einer nicht filmbildenden Beschichtung, einer Ölbeize oder eines anderen wasserabweisenden Mittels empfohlen. Nicht filmbildende Beschichtungen können dann verwendet werden, wenn das Eindringen von Wasser kein Problem darstellt. Ölbeizen und wasserabweisende Mittel stoßen Wasser zwar im Allgemeinen ab, können aber das Eindringen von Wasser in waagrechte Teile oft nicht verhindern.
Zur Frage der Beschichtung im Gegensatz zu unbehandeltem Holz
Aus technischer Sicht bedarf Accoya® im Hinblick auf Eigenschaften wie Dauerhaftigkeit und Maßhaltigkeit keiner Behandlung. Wie jede natürliche Holzart ist auch Accoya® bei der Verwendung im Außenbereich witterungsempfindlich. Das Holz wird dabei durch verschiedene chemische, biologische und physische Prozesse angegriffen. Wenn Accoya® Holz unbehandelt verwendet wird, kann es dabei zu Verfärbungen durch Bläuepilz, Schimmel und/oder ungleichmäßige Sonneneinstrahlung kommen. Aggressive Reinigungsmittel, Lebensmittel und andere versehentlich auf dem Holz verbliebene Substanzen können ebenfalls Flecken bilden. Auch an metallischen Befestigungselementen kann es zu Verfärbungen kommen. Zusätzlich zu den Verfärbungen kann auch die Holzstruktur von Accoya® beim Einsatz im Freien mit der Zeit gröber werden.
Veränderte Eigenschaften
Was die Durchnässung betrifft, verhält sich Accoya® aufgrund der wasserabweisenden Natur des Holzes während der ersten Minuten bei Kontakt mit Flüssigkeit anders als andere Holzarten. Langfristig kann Accoya® Holz jedoch (flüssiges) Wasser aufnehmen. Daher bilden sich unter Umständen auf Accoya® Holz weniger tiefe oder weniger ausgedehnte Wasserflecken.
Accoya® Holz enthält geringe Mengen an Essigsäure. Dies kann beim Flutlackieren zu Problemen führen. Durch eine geeignete Grundierung kann dem Abblättern der Beschichtung vorgebeugt werden. Wenden Sie sich bitte an Ihren Lack- und Farblieferanten. 
Opake und transluzente Beschichtungssysteme sollten auf allen Seiten mit einer minimalen Trockenfilmdicke aufgebracht werden, die den Anforderungen des Einsatzzwecks sowie den Vorgaben des Farblieferanten entspricht.
Hirnholzflächen sollten vor der Beschichtung mit einem geeigneten Produkt versiegelt werden, damit der Schutz vor eindringendem Wasser an allen Stellen möglichst gleich ist. Bitte wenden Sie sich für weitere Empfehlungen an Ihren Lack- und Farblieferanten.
Vorbereitung
  • Die Holzfeuchte von Accoya® Holz sollte vor der Behandlung gering sein (unter 8 %).
  • Wenn möglich, sollten alle Holzteile vor der Montage an allen Seiten oberflächenbehandelt werden.
  • Zu Anwendungsempfehlungen und Verarbeitungshinweisen wenden Sie sich bitte an Ihren Lack- und Farblieferanten.
  • Bei Verwendung eines Grundanstrichs wird trotz der verbesserten Eigenschaften von Accoya® Holz ein hochwertiges Produkt mit Harzblockern und Fungiziden empfohlen.
Vergrauen
Im Außenbereich eingesetzte Hölzer vergrauen im Laufe der Zeit, und dies gilt auch für Accoya®. Das ist auf zwei biologische Prozesse zurückzuführen, die im Holz und an der Holzoberfläche stattfinden:

  • UV-Licht zersetzt Substanzen in der Struktur des Accoya® Holzes teilweise. Das führt zu einer Aufhellung der Oberfläche (während natürliche Holzarten ein typisches dunkles Braun erhalten). Diese Substanzen sind wasserlöslich und werden von der Witterung abgewaschen. Die Holzoberfläche bleicht aus.
  • Durch UV-Licht verändertes Holz weist eine offenere Struktur auf, wodurch Pilze, Verfärbungen, Moose und Algen in die Oberfläche eindringen können und sich dort vermehren. Sie verursachen bei Accoya® allerdings keine Fäulnis. Der am häufigsten anzutreffende Oberflächenpilz ist der Bläuepilz, der eigentlich eine schwarze Färbung hat, aber in Verbindung mit der hellen Farbe des Holzes zu einem gräulichen Farbton führt.

Accoya® Holz ist 100 % natürlich und enthält keine Giftstoffe. Daher kann es zur Bildung von Bläuepilz kommen, wenn das Accoya® Holz nicht beschichtet wird. Die Bildung von Bläuepilz kann jedoch durch die Verwendung einer hochwertigen, UV-beständigen Beschichtung verhindert werden. Damit wird das Holz gleichzeitig auch vor versehentlich entstandenen Flecken, etwa durch verschüttete Lebensmittel, geschützt.
Nicht filmbildende und halbfilmbildende Systeme
Accoya® Holz kann sowohl mit nicht als auch mit halbfilmbildenden Farbsystemen - wie z.B. Öl oder Wachs - beschichtet werden. Auch eine Behandlung von Accoya® Holz mit wasser- oder ölbasierten Systemen ist möglich. Bisherige Tests haben jedoch ergeben, dass die erste Schicht vom Accoya® Holz schneller absorbiert wird, wenn ein ölbasiertes Produkt zum Einsatz kommt. In beiden Fällen wird deshalb die Aufbringung mehrerer Schichten empfohlen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Lieferanten darüber, wie seine Beschichtungssysteme am besten angewendet werden.
Opake und transluzente Beschichtungen (filmbildend)
Es wird empfohlen, vor dem Auftragen einer filmbildenden Beschichtung alle mechanischen Schäden (Risse, kranke Astnarben) mit einem geeigneten Mittel zu reparieren.

Kontakt

Enno Roggemann GmbH & Co. KG
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